Kaltstart und Routing
Aufgabe
Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.
Kaltstart
Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:
- Wer fragt in welcher Rolle?
- Was ist das gewünschte Ergebnis?
- Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?
- Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?
Arbeitsworkflow
- Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.
- Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.
- Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.
- Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.
Routing-Diagnose Barrierefreiheit
- "Privatwirtschaftliches Angebot (E-Commerce, Banking, Personenverkehr usw.)" → BFSG (Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, gilt seit 28.06.2025); Adressaten nach § 3 BFSG, ausgenommen Kleinstunternehmen nach § 3 Abs. 3 BFSG.
- "Öffentliche Stelle (Bund/Land/Kommune)" → BITV 2.0 (Bund) und Landesrecht; Grundlage: BGG, Richtlinie (EU) 2016/2102.
- "B2B-Software, B2B-Webseite" → BFSG i.d.R. nicht anwendbar (nur B2C-Verbraucherprodukte/-dienstleistungen).
- "Bestehendes Produkt vor 28.06.2025" → Übergangsregelungen § 38 BFSG: Selbstbedienungsterminals 15 Jahre.
- "Beschwerde / Schlichtung" → § 16 BFSG Marktüberwachung; § 21 BFSG Schlichtungsstelle.
Praxis-Tipp
BFSG erfasst nicht alle Branchen, sondern den abschließenden Katalog § 1 Abs. 2/3 BFSG (Computerhardware, Selbstbedienungsterminals, Verbraucherendgeräte für elektronische Kommunikation, audiovisuelle Mediendienste, Personenverkehr, Bankendienstleistungen, E-Books, elektronischer Geschäftsverkehr). Außerhalb des Katalogs: keine BFSG-Pflicht — aber AGG, BGG, ggf. tarifvertraglich.
Output-Standard
- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.
- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.
- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.
- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.
Quellenregel
- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.
- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.
- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.
- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.
1---2name: workflow-kaltstart-und-routing-503description: Für Kaltstart und Routing: routet Rolle, Frist, Unterlagen und Fachschritt; Ergebnis: Prüfprodukt mit Risiko und nächstem Schritt. Fachgebiet: Barrierefreiheit Web Checker.4---56# Kaltstart und Routing78## Aufgabe9Nutze diesen Workflow-Skill für Kaltstart und Routing: führt vom ersten Satz oder Dokument in den passenden Arbeitsweg, erkennt Rolle, Ziel, Risiko und Anschluss-Skills.1011## Kaltstart12Wenn Material vorliegt, arbeite zuerst mit dem Material. Stelle nur Rückfragen, die für die nächste Weiche nötig sind:13141. Wer fragt in welcher Rolle?152. Was ist das gewünschte Ergebnis?163. Gibt es Fristen, Termine, Zustellungen, Zahlungen oder Sanktionen?174. Welche Unterlagen, Daten oder Belege liegen bereits vor?1819## Arbeitsworkflow201. Rolle, Ziel, Frist und Unterlagenlage in höchstens fünf Fragen klären.212. Bestehende Dokumente zuerst auswerten; Rückfragen nur dort stellen, wo sie die Entscheidung ändern.223. Passende Spezialskills aus diesem Plugin vorschlagen und begründen.234. Ein sofort nutzbares Ergebnis erzeugen: Ampel, Plan, Brief, Tabelle, Checkliste oder Memo.2425## Routing-Diagnose Barrierefreiheit26- **"Privatwirtschaftliches Angebot (E-Commerce, Banking, Personenverkehr usw.)"** → **BFSG** (Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, gilt seit **28.06.2025**); Adressaten nach § 3 BFSG, ausgenommen Kleinstunternehmen nach § 3 Abs. 3 BFSG.27- **"Öffentliche Stelle (Bund/Land/Kommune)"** → **BITV 2.0** (Bund) und Landesrecht; Grundlage: BGG, Richtlinie (EU) 2016/2102.28- **"B2B-Software, B2B-Webseite"** → BFSG i.d.R. nicht anwendbar (nur B2C-Verbraucherprodukte/-dienstleistungen).29- **"Bestehendes Produkt vor 28.06.2025"** → Übergangsregelungen § 38 BFSG: Selbstbedienungsterminals 15 Jahre.30- **"Beschwerde / Schlichtung"** → § 16 BFSG Marktüberwachung; § 21 BFSG Schlichtungsstelle.3132## Praxis-Tipp33BFSG erfasst nicht alle Branchen, sondern den abschließenden Katalog § 1 Abs. 2/3 BFSG (Computerhardware, Selbstbedienungsterminals, Verbraucherendgeräte für elektronische Kommunikation, audiovisuelle Mediendienste, Personenverkehr, Bankendienstleistungen, E-Books, elektronischer Geschäftsverkehr). Außerhalb des Katalogs: keine BFSG-Pflicht — aber AGG, BGG, ggf. tarifvertraglich.3435## Output-Standard36- Kurzbild: worum es geht, was gesichert ist, was offen ist.37- Prüf- oder Bearbeitungsmatrix mit den entscheidenden Punkten.38- Konkreter nächster Schritt mit Frist, Zuständigkeit und Unterlagen.39- Bei Außenkommunikation: knapper, sachlicher Textbaustein ohne unnötige Nebenangaben.4041## Quellenregel42- Aktuelle Normen, Behördenhinweise, Gerichtsseiten, Register, Formulare und EU-/Landesrecht live prüfen, wenn sie für das Ergebnis tragend sind.43- Rechtsprechung nur mit Gericht, Datum, Aktenzeichen und frei prüfbarer Quelle ausgeben.44- Keine BeckRS-, juris-, Kommentar-, Handbuch- oder Aufsatz-Blindzitate aus Modellwissen.45- Unsicherheiten und Annahmen ausdrücklich markieren.